VEM-Freiwillige   2017/2018   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009 

Anja  |  Anna  |  Erika  |  Hannah  |  Ida  |  Jacqueline  |  Jakob  |  Jana  |  Jannes  |  Johanna  |  Jojo  |  Julius

Katharina  |  Kayange  |  Lara  |  Lilli  |  Luise  |  Maren  |  Max  |  Nils  |  Sergej  |  Simon  |  Wiebke

Menu:

Archiv

Blog durchsuchen:

Großes Spektakel. Hunderte Mentawaier nehmen an Chorfestival teil.

Autor: Jakob | Datum: 16 November 2014, 07:59 | 3 Kommentare

Tuapeijat. Vom 09. bis zum 13. November 2014 herrschte in der Hauptstadt der Mentawaiinseln Ausnahmezustand. Hunderte begeisterte Sängerinnen und Sänger trafen sich zu einem musikalischen Kräftemessen und traten gegeneinander an.

Jakob Nehls, GKPM-Volontär, war für das Ressort Sikakap beim diesjährigen Pesparawi mit dabei. Wir haben ihn getroffen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Jakob, die ganze Welt weiß, dass du nicht singen kannst. Bei allem Respekt, was willst du auf einem Chorfestival?

(lacht) Da ist wohl was dran. Nein, aus Rücksicht auf alle anderen Besucher habe ich mich was das Singen angeht eher zurückgehalten und mich auf das Zuhören konzentriert. Die Lieder waren sowieso ausschließlich auf Indonesisch.

Erzähl uns etwas über das Festival!

Es ist sehr imposant. Von allen Inseln reisen große Chöre mit einem gecharterten Schiff an. Die Eröffnungsprozedur ist riesig und zieht sich über Stunden und dabei fehlt wirklich nichts: Es gibt einen Gottesdienst, viele lange Reden, aber auch Musik, traditioneller Tanz und ein Feuerwerk.

An den Folgetagen treten die Chöre in den verschiedensten Kategorie gegeneinander an. Die Königsdisziplin ist natürlich das gemeinsame Singen des ganzen Chores, aber es gibt auch reine Frauen- oder Männerwettkämpfe oder jene, bei denen nur Jugendliche die Bühne betreten dürfen.

Dabei tragen die Sängerinnen und Sänger wunderschöne und vielfältige Kostüme. Die beliebteste Kleidung ist die typisch indonesische Batik, die ich mit ihren aufwendigen Mustern und Farben so liebe, aber man sieht auch traditionelle mentawaiische Trachten, bei denen sich die Menschen mit Federn und Blumen oder anderen Pflanzen schmücken.

Eine fünfköpfige Jury beurteilt die Leistungen und verkündet die Ergebnisse auf der ebenfalls riesigen Abschlussfeier.

Wie hat Dein Ressort, das Ressort Sikakap, abgeschnitten?

In der Königsdisziplin „alle“ sind sie sechster geworden. Bedenkt man, dass in dieser Kategorie 13 Chöre teilnahmen ist das denke ich ein ganz passables Ergebnis. Ich als Laie konnte sowieso kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen heraushören und bin mir deshalb sicher, dass alle auf hohem Niveau gesungen haben.

Wie habt Ihr gewohnt?

Wir waren alle in einem sehr einfachen Haus mit bestimmt 70 Betten untergebracht, das war aber voll in Ordnung und hat vor allem meinen Sprachkenntnissen sehr gut getan, weil die einzige Zeit in der ich nicht mit der Sprache konfrontiert war, im Prinzip meine Schlafenszeit war. Alle Leute wollen, dass ich mehr Bahasa Mentawai lerne und so habe ich mir die ersten Wörter in der zweiten mir komplett neuen Sprache eingeprägt. Trotzdem sage ich nach wie vor: Step by step. – Erst mal etwas flüssiger im Indonesischen werden, dann kann ich vielleicht mal etwas in Richtung der anderen Sprache schielen.

Zum Essen gab es – Überraschung - immer Reis, der in Papiertütchen verpackt zusammen mit kleinen Beilagen wie Fisch oder Hühnchen abgepackt in Tütchen mit den Händen verzehrt wurde. So spart man sich jeglichen Abwasch.

Wie hast du dir die Zeit vertrieben, wenn es gerade mal nichts zu tun gab?

Wenn gerade einmal nichts zu sehen war, das kam schon ab und zu mal vor, auch weil wir ja zwei Tage vor Beginn des Festivals bereits an- und erst zwei Tage später abreisten habe ich in der Regel immer etwas auf eigene Faust unternommen. Ich bin gewandert und habe die Gegend etwas erkundet oder war im Meer schwimmen. Hier gibt es nämlich jene Strände, die ich als Traumstrände bezeichnen würde: Palmen, weißer Sand, türkises Meer – wundervoll.

Wie geht es jetzt weiter?

Gestern sind wir mit der großen Fähre wieder zurück nach Sikakap gefahren, das dauert immerhin 9 Stunden, und ich habe die Nacht wieder in meinem kleinen Guesthouse in Nemnemleleu verbracht.

Gleich nehme ich die Fähre nach Padang und fliege morgen früh weiter nach Semarang/Java. Von dort sind es zwei Stunden mit dem Auto nach Salatiga, wo mich ein zweiwöchiges Seminar mit dem Thema „Interkulturelle und interreligiöse Konflikte in Asien“ erwartet. Darauf freue ich mich riesig, auch weil ich die anderen deutschen Indonesienfreiwilligen wieder treffen werde!

Vielen Dank für Interview, Jakob!

Sama sama, bitteschön!

 

Fotoalbum: Unterwegs - Tuapeijat

«Neuerer Eintrag | Älterer Eintrag»

 

 

Kommentare

  1. 1. Anja  |  16 November 2014, 10:17

    :D
    Sehr schön.
    Ja, ich muss dich besuchen - wenn ich bei dir schwimmen darf?! Das ist hier nämlich ein bisschen schwierig... ;)

  2. 2. Antje  |  17 November 2014, 09:28

    Danke Jakob, du bist echt witzig und es ist sehr informativ! Weiter so, alles Liebe

  3. 3. Reinhard  |  18 November 2014, 21:11

    Tolles Erleben, danke fürs Teilen. Die er zum Teil traumhaft.
    Wünschest gute Zeit in Salatiga. RR

 

 

Kommentar Verfassen

 This is the ReCaptcha Plugin for Lifetype