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Liebe empfangen– von meiner Arbeit

Autor: Jakob | Datum: 26 Februar 2015, 17:57 | 0 Kommentare

„Saya bukan seorang turis, melainkan saya seorang relawan.“ Ich weiß nicht, wie oft ich mit diesem Satz schon erklärt habe, dass ich, obwohl ich zugegebenermaßen manchmal so aussehe, kein Tourist, sondern ein Freiwilliger bin. Für mich ganz persönlich macht das einen großen Unterschied und es ist mir wichtig, mich abzugrenzen. Schließlich bin ich nicht hier, um die Wellen zu reiten oder um ins Innere der Insel zu den traditionell lebenden Mentawaiern vorzustoßen (auch wenn ich beides noch machen will). Ich bin anders.

Warum?

Nun, zunächst mal spreche ich Indonesisch und das ist schon ein großer Unterschied zu den allermeisten Europäern, Australiern oder Amerikanern, die sich ins abgelegene Mentawai verirren.

Ich lebe nicht im Hotel, sondern bin Teil einer indonesischen Familie.

Ich bin hier nicht die üblichen zwei Wochen, sondern ich lebe und arbeite tatsächlich hier. Und letzterem möchte ich diesen Eintrag widmen. (weiter)

 

Zeit ist nicht gleich Zeit

Autor: Jakob | Datum: 11 Februar 2015, 05:12 | 3 Kommentare

Sie verstreicht, die Zeit. Ja, sie plättschert vor sich hin und ich kann es nicht wirklich fassen, dass ich nun schon seit über 100 Tagen weg bin. Im Moment pendelt sich, trotz der Tatsache, dass jeder Tag Neues und Unvorhergesehenes bringt, doch ganz langsam etwas ein, das man Alltag nennen könnte. Das ist vor allem dadurch bedingt, dass ich jeden Tag Englischunterricht für die Bewohner des Schülerwohnheims gebe. Es ist eine Herausforderung, eine Fremdsprache in einer anderen Fremdsprache zu unterrichten, die wohl später einen eigenen Blogeintrag verdient.

Diesen Artikel möchte ich einem anderen Thema widmen, einem sehr schwierigen, denn das erste Mal möchte ich mich wagen, etwas tiefer hineinzusehen, in die Kultur und Lebensweise, auf die ich hier stoße und mit der ich jeden Tag aufs Neue konfrontiert werde. Es ist ein kompliziertes Thema, das Thema Zeit, denn es kratzt nicht nur an der sichtbaren Oberfläche sondern es dringt ein in Bereiche, die unter der Oberfläche liegen und mit dem Auge bei Einmaligen Hinsehen weder zu erkennen und schon gar nicht zu verstehen sind. (weiter)